Laut aktuellen Erhebungen liegt die Gründungsdynamik in Hessen deutlich über der der meisten anderen Bundesländer. Der größte Treiber ist dabei das Rhein-Main-Gebiet mit FUTURY als zentraler Anlaufstelle für Startups und Gründungsinteressierte. Auch Rheinland-Pfalz verzeichnet ein starkes Wachstum. Das Erfolgsrezept: ein durchgängiges Angebot entlang der gesamten Gründungsjourney, mehr Industriepartner, gebündelte Kräfte und ein gründerfreundliches Modell für Ausgründungen aus der Wissenschaft.
Frankfurt am Main, 10. September 2026 – Es herrscht Bewegung auf der Gründerlandkarte Deutschlands: Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland insgesamt 3.053 Startups gegründet – mit einem Plus von 52 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 so viele wie nie zuvor in einem Halbjahr. Innerhalb dieser bundesweiten Dynamik hat sich Hessen besonders stark entwickelt: Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Hessen 270 Startups neu gegründet – 122 mehr als im ersten Halbjahr 2025 (148). Mit einem Plus von 82 Prozent wuchs Hessen damit so stark wie kaum ein anderes Bundesland. Auch Rheinland-Pfalz schneidet mit einem Neugründungs-Plus von 62 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum stark ab.
Im bundesweiten Städte-Ranking konnte Frankfurt bei den Neugründungen mit aktuell 17,9 pro 100.000 Einwohner vom 12. auf den 5. Platz springen. Mit Frankfurt und Darmstadt zählen damit inzwischen zwei der drei Futury-Hochschulstädte (Frankfurt, Darmstadt und Mainz) zu den Top-20-Gründungsstandorten Deutschlands. Das belegen Zahlen des jüngst erschienenen Next Generation Report H1 2026 vom Startup-Verband und startupdetector.
FUTURY als Treiber des Booms im Rhein-Main-Gebiet
Seit gut einem Jahr treibt FUTURY als eine von zehn bundesweiten Startup Factories genau diese Entwicklung in der Rhein-Main-Region voran – und wirkt zunehmend über die Region hinaus. Hier kommt zum Tragen, dass FUTURY ein durchgängiges Angebot “aus einer Hand” für Startups geschaffen hat: Mittlerweile sind alle FUTURY Flagship-Formate live und begleiten Gründer:innen entlang der gesamten Gründungsjourney. In diesem Rahmen hat FUTURY in den vergangenen zwölf Monaten auch sechs dedizierte Communities aufgebaut, die Zahl seiner Unternehmens- und Stiftungspartner deutlich erhöhen können und zentrale Akteure des regionalen Ökosystems unter einem Dach zusammengeführt.
Dass die angestoßenen Formate und Maßnahmen greifen, lässt sich auch an den Gründungszahlen im unmittelbaren Wirkungskreis von FUTURY, der Rhein-Main-Region, ablesen: Von den 346 Neugründungen im ersten Halbjahr 2026 in Hessen und Rheinland-Pfalz entfielen 252 auf die Rhein-Main-Region (73 Prozent aller Gründungen). FUTURY hat mit über 300 Startups (nicht nur Neugründungen) in den letzten 12 Monaten zusammengearbeitet und ihnen geholfen, die nächsten Schritte zu gehen.
In den vier kooperierenden Hochschulen (Frankfurt School of Finance and Management, Goethe-Universität Frankfurt, Johannes Gutenberg-Universität Mainz und TU Darmstadt) haben FUTURY und die Gründungszentren im letzten Jahr 23.000 Studenten erreicht, von denen 8.000 an verschiedenen Startup-Formaten teilgenommen und dabei insgesamt 400 konkrete Ideen generiert haben – ein guter Pool für weitere Gründungen.
Sechs Communities für ein starkes Ökosystem
Innerhalb eines Jahres hat FUTURY eine Investoren-, eine Corporate-, eine Startup-, eine Female-Founder-, eine Mentoren- und eine CoFounder-Community aufgebaut. Mehr als 70 Investor:innen, mehr als 150 Mentor:innen und rund 3.000 Startups, 800 davon aus Rhein-Main, und 50 Ökosystempartner sind heute Teil des FUTURY-Netzwerks – die Grundlage für Matching-Formate, Investment Camps und Programme entlang der gesamten Journey von der ersten Idee bis zur Skalierung.
Wie diese Communities und Partnerschaften das Ökosystem mit Leben füllen, zeigt sich auch am Bertramshof: Hier arbeiten nicht nur über 60 Startups an neuen Technologien. Mit dem Event Space und KI-Showroom, den Q and AI, das Anwendungszentrum für KI und Quantencomputing, und FUTURY gemeinsam betreiben, ist dort zudem ein physischer Ort für Begegnung, Austausch und das gemeinsame Erleben neuer Technologien entstanden, der extrem gut angenommen wird.
Mehr Partner, mehr Schlagkraft
Die Zahl der Unternehmens- und Stiftungspartner der Startup Factory ist im vergangenen Jahr von 30 Corporates und drei Stiftungen auf 34 Corporates und drei Stiftungen gestiegen. Zuletzt konnten KfW Capital, EintrachtTech, die Informationstechnische Servicestelle der gesetzlichen Krankenversicherung (ITSG) sowie die Frankfurter Wirtschaftsinitiative als neue Factory Partner gewonnen werden. Gemeinsam mit den vier Hochschulen der Allianz – Frankfurt School of Finance & Management, Goethe-Universität Frankfurt, Johannes Gutenberg-Universität Mainz und TU Darmstadt – bilden sie das Rückgrat eines Ökosystems, das Wissenschaft, Industrie, Kapital und Politik systematisch miteinander verzahnt.
FUTURY bündelt die Kräfte mit STATION und ryon
Damit diese Dynamik nicht in einzelnen Initiativen verläuft, sondern strukturell wirksam wird, bündelt FUTURY die Kräfte mit STATION. Die seit 2018 von Carolin Wagner mitgegründete News- und Vernetzungsplattform ist ein wichtiger Baustein der Startup-Szene in FrankfurtRheinMain. Carolin Wagner verstärkt als Startup Ecosystem Managerin das FUTURY-Team und fokussiert sich insbesondere auf den Ausbau der Female-Founder-Community.
Futury integriert die Aktivitäten von ryon, dem seit 2022 aktiven Green- und DeepTech-Accelerator aus Gernsheim, dessen Kompetenz in das entsprechende FUTURY-Cluster übergeht. Auf diese Weise werden Doppelstrukturen abgebaut und die Wirksamkeit des Ökosystems in der Gemeinsamkeit erhöht.
Kapital für Innovation: FUTURY Capital und der Capital for Innovation Summit
Damit gute Ideen auch finanziert werden, arbeitet FUTURY eng mit FUTURY Capital, dem Frankfurter Frühphaseninvestor zusammen. FUTURY Capital hat für seinen dritten Fonds 47 Millionen Euro einsammeln können und investiert zwischen 250.000 Euro und 3 Millionen Euro von der Pre-Seed- bis zur Series-A-Phase; mehr als 30 Prozent des Fondsvolumens fließen in Startups aus der Region.
Um mehr Wachstumskapital auch über die Region hinaus zu mobilisieren, richtete FUTURY am 25. Juni 2026 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und UnternehmerTUM den Capital for Innovation Summit aus: Erstmals kamen rund 150 führende Akteure aus Family Offices, Stiftungen, Venture-Capital-Fonds, Unternehmen, Politik und Wissenschaft gemeinsam mit Vertreter:innen aller zehn nationalen Startup Factories zusammen, um Venture Capital in Deutschland als strategische Assetklasse zu etablieren.
IP4Shares: Ein gründerfreundliches Modell für Ausgründungen aus der Wissenschaft
Auch regulatorisch hat sich das Ökosystem weiterentwickelt. Mit dem an der TU Darmstadt entwickelten Modell „IP for Shares“ (IP4Shares) erhält die Universität für die Übertragung von geistigem Eigentum aus der Forschung Anteile am gegründeten Unternehmen, anstatt Lizenzgebühren oder Kaufpreise zu verlangen. Das schont die Liquidität junger Ausgründungen in der kritischen Frühphase und senkt die finanziellen Zugangshürden zu universitärer Forschung. Ergänzt durch eine neue Gründungs-Policy der TU Darmstadt, die Ausgründungen als eigenständige akademische Leistung anerkennt und Forscherteams unter anderem mit Freistellungsoptionen und dauerhaftem Zugang zu Laboren unterstützt, entsteht so ein wichtiger Anreiz für Forscherteams, ihre Ergebnisse in eigene Unternehmen zu überführen. Das Fusionsenergie-Startup Focused Energy, das im Juni 2026 mit 240 Millionen US-Dollar die weltweit bislang größte vollständig gesicherte Series-A-Finanzierung der Fusionsbranche einwarb, ist eine Ausgründung aus der TU Darmstadt, die auf diesem Modell aufbaut.
Auch international vernetzt: RestartIL und La French Tech
Die Vernetzung von FUTURY reicht über Deutschland hinaus. Mit RestartIL, einer Veranstaltungsreihe zur Stärkung der israelischen Wirtschaft und ihres High-Tech-Sektors, kooperiert FUTURY zur Intensivierung der Innovations- und Investmentpipelines zwischen der Rhein-Main-Region und Israel. Mit La French Tech Frankfurt richtet FUTURY grenzüberschreitende Formate für deutsche und französische DeepTech-Startups aus, etwa das gemeinsam organisierte Event „Defense & Space“, zu dem unter anderem ESA, DLR, SPRIN-D und Business France als Partner beitrugen. Beide Kooperationen unterstreichen den Anspruch von FUTURY, die Rhein-Main-Region auch international als Anlaufstelle für Innovation und Investment zu positionieren.
Erfolge aus der Region
Die Wirksamkeit dieser Infrastruktur zeigt sich an konkreten Ausgründungen: In Frankfurt entwickelt das Team von NUVOTIS (ehemals Modulux3D), ausgegründet aus der Goethe-Universität, KI-gestütztes 3D-Bioprinting menschlicher Gewebe und erhielt eine Förderung von 1 Million Euro; in Darmstadt hat sich Genow, eine Ausgründung der TU Darmstadt, mit einer KI-gestützten Zentralisierung von Unternehmensdaten mehr als 1,6 Millionen Euro an VC-Finanzierung gesichert; in Mainz entwickelt das Max-Planck-Spin-off LigniLabs eine bio-basierte Mikroverkapselungstechnologie und erhielt Fördermittel und Business-Angel-Kapital von mehr als 2,2 Millionen Euro.
Charlie Müller, Founder & Managing Director von FUTURY:
„In zwölf Monaten haben wir aus einzelnen Initiativen ein Ökosystem mit Substanz gemacht: mehr Partner, mehr Kapital und mit STATION und ryon zwei der wichtigsten Player der Region an unserer Seite. Das zeigt sich jetzt auch in den Zahlen – Hessen und Rheinland-Pfalz gehören zu den am schnellsten wachsenden Gründungsstandorten Deutschlands. Und wir haben erst begonnen.“
Melissa Ott, Managing Director von FUTURY:
„In den letzten zwölf Monaten haben wir bei Futury ein Programmportfolio aufgebaut, das Gründer:innen durchgängig von der ersten Idee über Prototyping und Company Building bis zur Investment Readiness begleitet. Daneben haben wir gemeinsam mit den Universitäten die richtigen Transferstrukturen geschaffen und unterstützen Vorhaben wie IP4Shares. So sind wir zu der zentralen Anlaufstelle für Startups im Rhein-Main-Gebiet geworden.“
Ausblick: Auf dem Weg zu 1.000 neuen Startups
Mit diesen Entwicklungen zahlt FUTURY unmittelbar auf die Startup-Strategie Hessen 2030 sowie auf die Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung ein, die beide auf eine engere Vernetzung und Bündelung der jeweiligen Ökosysteme setzen. Für die kommenden Monate hat sich FUTURY im Rahmen seiner „Road to 1.000 Startups“ weitere Schritte vorgenommen: den Ausbau des Company-Builder-Programms inklusive einer Investitionsmöglichkeit von bis zu 450.000 Euro sowie die Bündelung der Kräfte in Rhein-Main und darüber hinaus.
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Thomas Dreiling
Communications Manager
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www.futury.eu
Über Futury
Futury ist Europas führendes industriegetriebenes Startup Ökosystem mit Sitz in Frankfurt am Main. In enger Zusammenarbeit mit Universitäten, Unternehmen, Investor:innen und der Politik fördert Futury unternehmerisches Denken, nachhaltige Gründungen und den strukturierten Transfer wissenschaftlicher Exzellenz in den Markt. Ziel ist es, ein dynamisches und professionell vernetztes Innovationsökosystem zu etablieren, so dass daraus bis 2030 rund 1000 neue Startups entstehen. Futury wird getragen von einer starken Allianz aus 33 Partnern aus Unternehmen und Stiftungen sowie vier Hochschulen – der Frankfurt School of Finance & Management, der Goethe-Universität Frankfurt, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der TU Darmstadt. Als eine von bundesweit 10 Startup Factories, wird Futury mit bis zu 10 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt gefördert werden. Futury steht damit an der Spitze einer neuen Gründungsdynamik in Deutschland mit dem Ziel, aus der Rhein-Main-Region heraus Deutschland als führenden Standort für wissensbasierte Startups nachhaltig zu stärken.