Wirtschaftsministerin zeichnet elf Studierende aus

Mainz, 05.03.2026 - Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung haben die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, Charlie Müller, Founder & Managing Director von Futury, sowie Prof. Dr. Stefan Müller-Stach, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftliche Karrierewege der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, elf Studierende ausgezeichnet. Sieben der Geehrten nahmen persönlich an der Veranstaltung teil. Sie alle engagieren sich in besonderer Weise für Unternehmertum und Ausgründungen im universitären Umfeld.
Engagement, das weit über das Studium hinausgeht
Die ausgezeichneten Studierenden engagieren sich seit Jahren im Umfeld des Entrepreneurs Club Mainz (ECM) und der studentischen Gründungsinitiative LAUNCH Rhein-Main, die in Mainz entstanden ist und heute in Mainz, Frankfurt und Darmstadt hochschulübergreifend aktiv ist. Sie haben im vergangenen Jahr an zentralen Projekten, Initiativen und Programmen mitgewirkt, die das regionale Startup-Ökosystem entscheidend vorangebracht haben. Ihre Beiträge reichen von der Organisation großer Gründungsveranstaltungen und internationaler Austauschformate bis hin zur strukturellen Stärkung der Entrepreneurship-Aktivitäten an den Hochschulen.
Einblicke in die studentischen Leistungen der vergangenen Jahre
Die ausgezeichneten Studierenden wirkten unter anderem an folgenden Aktivitäten mit:
· ECTS-Einführung an der JGU: Studierende können ihr Engagement erstmals im Studium anrechnen lassen – über das Zertifikatsprogramm Entrepreneurship.
· 1st & 2nd Demo Day: Durchführung zweier Demo Days mit insgesamt 24 Startup-Pitches vor mehr als 350 Teilnehmenden.
· Tag der Metropolregion: Gewinn von 10.000 Euro für den Ausbau des studentischen Startup-Ökosystems, ausgelobt durch PERFORM Zukunftsregion Frankfurt Rhein Main.
· Auftritt beim RMU-Wissenschaftsfrühstück: Vorstellung der Vision der Studierendeninitiativen vor den Präsidien der drei Universitäten (JGU, TU Darmstadt, Goethe-Uni Frankfurt) und den Stadtspitzen von Mainz, Frankfurt & Darmstadt.
· Start des Programms LAUNCH Talent Forge: Aufbau eines Leadership-Entwicklungsprogramms für die nächste Generation studentischer Führungskräfte.
· Start der Venture Labs: Neues Sommerprogramm mit Hackathons und einem fünfwöchigen Validation Track für die besten Teams.
· Geplante Reise an die Brown University zum internationalen Austausch über Entrepreneurship.
Diese Initiativen zeigen, dass studentisches Engagement eine zentrale Triebkraft für die Entwicklung eines lebendigen und leistungsfähigen Startup-Ökosystems ist.
Statement der Wirtschaftsministerin
Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt würdigte den Beitrag der Studierenden und hob hervor, wie zentral ihr Engagement für die Innovationsfähigkeit des Landes sei.
„Neben einem anspruchsvollen Studium noch Zeit für ehrenamtliches Engagement zu investieren, Verantwortung zu übernehmen und Projekte voranzubringen – das ist alles andere als selbstverständlich und verdient höchsten Respekt. Gründungskultur beginnt an den Hochschulen: Wer dort früh mit Entrepreneurship in Berührung kommt, entwickelt eher den Mut, Verantwortung zu übernehmen, innovative Lösungen zu schaffen und gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen – von Life Sciences bis Künstlicher Intelligenz."
Die Ministerin betonte, dass es dafür ein starkes, vernetztes und sichtbar wachsendes Ökosystem brauche, das Talente unterstützt und realistische Wege in die Gründung eröffnet. Darauf zielten auch die Cluster des Landes wie BioVation, das Commercial Vehicle Cluster Südwest sowie die Innovationsagentur des Landes ab:
"Wirtschaft und Wissenschaft sollen auf systematischer Basis miteinander vernetzt werden", sagte Schmitt.
Strategische Unterstützung auf dem Gutenberg-Campus
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hob in diesem Zusammenhang hervor, wie wesentlich Entrepreneurship für die Zukunft der akademischen Bildung sei. Der Vizepräsident für Forschung und wissenschaftliche Karrierewege, Prof. Dr. Stefan Müller-Stach, betonte, die Universität wolle Studierende früh dafür sensibilisieren, wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftlichen Impact und unternehmerisches Handeln zu übersetzen.
Zudem solle die Auszeichnung zu einem Kulturwandel beitragen, indem vorbildliches Engagement sichtbar gemacht und die Vielfalt der Transferaktivitäten gewürdigt werde – im Sinne der Transferstrategie der JGU.
„Unsere Gesellschaft braucht mehr Gründerinnen und Gründer, die transformative Herausforderungen mit wissenschaftlichem Know-how angehen – etwa für mehr Nachhaltigkeit, bessere Gesundheitsversorgung oder den klugen Umgang mit Digitalität und KI. Deshalb ist Entrepreneurship für die JGU ein wesentlicher Bestandteil von Bildung für das 21. Jahrhundert.“
Futury: Talente stärken, Gründerinnen und Gründer fördern
Mit ihrem Engagement leisten die ausgezeichneten Studierenden einen nachhaltigen Beitrag zum regionalen Gründungsökosystem. Sie schaffen niedrigschwellige Zugänge zu Entrepreneurship, bringen neue Programme auf den Weg, bauen Communities auf und tragen dazu bei, dass Innovation von Beginn an praktisch erlebbar wird.
Deshalb stärkt die Startup Factory Futury die Studierendeninitiativen ihrer Partneruniversitäten, begleitet Talente, Wissenschaftler:innen, Gründer:innen durch ihre jeweiligen Gründungsphasen und öffnet den Zugang zu Mentor:innen, Unternehmen und Märkten – so wird aus Unternehmergeist konkrete Innovation mit Impact.
„Die ausgezeichneten Studierenden zeigen, welches Potenzial in unserer Region steckt. Ihre Arbeit beweist: Wenn Studierende früh den Spirit der Gründerszene erleben und unternehmerisches Know-how erwerben, entstehen Spitzenleistungen – so entdecken wir die nächste Generation von Unicorn-Gründern“, unterstreicht Charlie Müller, Founder & Managing Director von Futury
Innovation als gemeinsamer Auftrag
Die Ministerin betonte abschließend:
„Unser Land braucht diesen Unternehmergeist – besonders in Zukunftsfeldern wie Life Sciences, Künstliche Intelligenz und Deep Tech. Hier entstehen Lösungen von morgen, hier entstehen Wachstum, Arbeitsplätze und Wertschöpfung.“
Die Feierlichkeiten machen deutlich: Die Region Rhein-Main entwickelt sich systematisch und konsequent zu einem der dynamischsten Startup-Hubs Deutschlands. Mit starken Hochschulen, engagierten Studierendeninitiativen und industriegetriebenen Startup Factories wie Futury wächst ein Ökosystem, das es Talenten ermöglicht, Ideen zu erproben, Innovationen zu entwickeln und Unternehmen zu gründen, die die Herausforderungen der Zukunft anpacken.
Über FUTURY
FUTURY ist Europas führendes industriegetriebenes Startup-Ökosystem mit Sitz in Frankfurt am Main. In enger Zusammenarbeit mit Universitäten, Unternehmen, Investor:innen und der Politik fördert FUTURY unternehmerisches Denken, nachhaltige Gründungen und den strukturierten Transfer wissenschaftlicher Exzellenz in den Markt. Ziel ist es, ein dynamisches und professionell vernetztes Innovationsökosystem zu etablieren, sodass daraus bis 2030 rund 1.000 neue Startups entstehen. FUTURY wird getragen von einer starken Allianz aus 33 Partnern aus Unternehmen und Stiftungen sowie vier Hochschulen – der Frankfurt School of Finance & Management, der Goethe-Universität Frankfurt, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der TU Darmstadt. Als eine von bundesweit zehn Startup Factories wird FUTURY mit bis zu 10 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt gefördert werden. FUTURY steht damit an der Spitze einer neuen Gründungsdynamik in Deutschland mit dem Ziel, aus der Rhein-Main-Region heraus Deutschland als führenden Standort für wissensbasierte Startups nachhaltig zu stärken.

