Gremmels würdigt stud. Engagement in der Gründungsförderung

Frankfurt am Main, 27.5.2026 – Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung haben Wissenschaftsminister Timon Gremmels, Melissa Ott, Managing Director von Futury, sowie Vertreterinnen und Vertreter von drei hessischen Futury-Partnerhochschulen elf engagierte Studierende am 26.5.2026 im Futury Startup Space ausgezeichnet. Zu den Teilnehmenden zählten Prof. Dr. Christian Landau, Vizepräsident der Frankfurt School of Finance & Management, Prof. Dr. Michael Huth, Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt sowie Prof. Dr. Thomas Walther, Vizepräsident der Technischen Universität Darmstadt.
Die Auszeichnung würdigt außergewöhnliche Leistungen im Innovations- und Startup-Ökosystem der Rhein-Main-Region. Geehrt werden Studierende, die mit unternehmerischem Weitblick, kreativen Impulsen und besonderer Eigeninitiative Verantwortung übernehmen und das Ökosystem nachhaltig mitgestalten. Ihr Engagement reicht weit über das Studium hinaus.
Die ausgezeichneten Studierenden engagieren sich unter anderem in den Initiativen LAUNCH Rhein-Main, Founders Club und Launch Darmstadt sowie in Programmen von Futury. Dort entwickeln sie neue Formate für Entrepreneurship, Innovation und Gründungskultur. Durch eigenverantwortliches Handeln und nachhaltigen Einsatz leisten sie einen wichtigen Beitrag für den Wissens- und Technologietransfer in der Rhein-Main-Region.
Wissenschaftlicher Transfer als Zukunftsaufgabe
Die ausgezeichneten Studierenden waren in den vergangenen Monaten maßgeblich an Projekten beteiligt, die die Verbindung von Wissenschaft, Unternehmertum und Praxis stärken. Dazu zählen unter anderem:
- LAUNCH Winter Batch: Startup Accelerator
- LAUNCH Build Days: Hackathons
- Goethe Entrepreneurship Conference
Die Aktivitäten stehen exemplarisch für die dynamische Entwicklung des hessischen Innovationsökosystems, in dem Hochschulen, Wissenschaft, Startups und Industrie enger zusammenarbeiten als je zuvor.
Minister Gremmels: „Transfer ist Teil moderner Wissenschaft“
Wissenschaftsminister Timon Gremmels betonte die Bedeutung unternehmerischer Initiative und praxisnaher Innovationskultur an Hochschulen:
„Hessen verfügt über hervorragende Hochschulen, starke Forschung und eine wachsende Startup-Szene. Entscheidend ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Anwendung kommen. Genau dafür brauchen wir Menschen, die Verantwortung übernehmen, Ideen vorantreiben und Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis bauen.“
Der Minister hob hervor, dass Transfer und Ausgründungen zunehmend zu einem integralen Bestandteil moderner Hochschulentwicklung werden:
„Unsere Hochschulen sind nicht nur Orte exzellenter Forschung und Lehre, sondern auch zentrale Innovationsmotoren. Wer Studierenden und Lehrenden früh die Möglichkeit gibt, unternehmerisch zu denken und interdisziplinär zu arbeiten, stärkt langfristig die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“
Gleichzeitig betonte er, dass politische und strukturelle Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden müssten, um wissenschaftsbasierte Ausgründungen gezielt zu erleichtern. Als Beispiel nannte der Minister das an der Technische Universität Darmstadt etablierte Modell „IP4Shares“, das neue Wege beim Transfer geistigen Eigentums aus der Hochschule in Startups geht. Das Modell ermöglicht Gründerinnen und Gründern einen fairen und gründungsfreundlichen Zugang zu Hochschul-IP´s und gilt inzwischen bundesweit als möglicher Blueprint für moderne Transferstrukturen.
Futury treibt neue Rahmenbedingungen für wissenschaftsbasierte Gründungen voran
Eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung des Innovations- und Transferökosystems übernimmt die Startup Factory Futury. Gemeinsam mit Hochschulen, studentischen Initiativen wie LAUNCH Rhein-Main, Unternehmen und politischen Akteuren arbeitet Futury daran, bessere strukturelle Voraussetzungen für Ausgründungen aus der Wissenschaft zu schaffen – von modernen IP-Regelungen über schnellere Transferprozesse bis hin zu neuen Karriere- und Fördermodellen für Forschende und Gründende. Futury versteht sich dabei nicht nur als Plattform zur Unterstützung einzelner Startups, sondern als aktiver Treiber für einen Kultur- und Strukturwandel im deutschen Wissenschafts- und Transfersystem.
„Damit aus Spitzenforschung erfolgreiche Unternehmen entstehen können, braucht es mehr als gute Ideen – es braucht die richtigen Rahmenbedingungen“, sagte Melissa Ott, Managing Director von Futury. „Wir arbeiten gemeinsam mit Hochschulen, Politik, Wirtschaft, Stiftungen und Investoren daran, Transfer einfacher, schneller und attraktiver zu machen. Unsere Region hat das Potenzial, europaweit Vorreiter für wissenschaftsbasierte Ausgründungen zu werden.“
Die an der Verleihung beteiligten Hochschulen – Frankfurt School of Finance and Management, Goethe Universität und TU Darmstadt – betonten zugleich, dass studentisches Engagement eine tragende Säule für lebendige Innovationskulturen sei. Ziel sei es, Entrepreneurship und Ausgründung systematisch stärker in Studium, Forschung und Campusleben zu integrieren und als weiteren Karrierewege neben der Wissenschaftlichen und Angestellten-Karriere sichtbar zu machen.
Hessen stärkt Gründungskultur an Hochschulen
Hochschulübergreifende Zusammenarbeit, studentische Initiativen und neue innovationspolitische Ansätze tragen dazu bei, dass aus wissenschaftlichen Ideen konkrete Anwendungen und erfolgreiche Ausgründungen entstehen.
Mit starken Universitäten, forschungsnahen Startups und einem wachsenden Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik entwickelt sich die Rhein-Main-Region zunehmend zu einem führenden europäischen Innovationsstandort für technologiegetriebene Gründungen.
Über FUTURY
FUTURY ist Europas führendes industriegetriebenes Startup-Ökosystem mit Sitz in Frankfurt am Main. In enger Zusammenarbeit mit Universitäten, Unternehmen, Investor:innen und der Politik fördert FUTURY unternehmerisches Denken, nachhaltige Gründungen und den strukturierten Transfer wissenschaftlicher Exzellenz in den Markt. Ziel ist es, ein dynamisches und professionell vernetztes Innovationsökosystem zu etablieren, sodass daraus bis 2030 rund 1.000 neue Startups entstehen. FUTURY wird getragen von einer starken Allianz aus 33 Partnern aus Unternehmen und Stiftungen sowie vier Hochschulen – der Frankfurt School of Finance & Management, der Goethe-Universität Frankfurt, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der TU Darmstadt. Als eine von bundesweit zehn Startup Factories wird FUTURY mit bis zu 10 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt gefördert werden. FUTURY steht damit an der Spitze einer neuen Gründungsdynamik in Deutschland mit dem Ziel, aus der Rhein-Main-Region heraus Deutschland als führenden Standort für wissensbasierte Startups nachhaltig zu stärken.

